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Lesung mit Mikis Wesenbitter

11. Mai 2016 | 20:30

6€

2016-05-11 Lesung im Osten

Mikis Wesensbitter
Wir hatten ja nüscht im Osten … nich’ ma Spaß!
Über Leben, Lieben, Konzerte, Stasiratten und Eingabebriefe im wilden Ostberlin. In dem Romantagebuch „Wir hatten ja nüscht im Osten…nich‘ ma Spaß“ schildert der Autor, wie es 1989 in Ostberlin wirklich war, jedenfalls aus seiner Sicht. In den Eintragungen von Januar bis Dezember spiegelt sich eine gänzlich andere Sichtweise auf die Endzeit von Ostrock, Stasi und Sozialismus, abseits der blauen Hemden und langen Schlangen inmitten der Punk- und Independent-Szene von Ostberlin: 1989 beginnt wie jedes neue Jahr: mit einem Mordskater.
Natürlich kann der Held der Geschichte nicht ahnen, dass sich dieses Jahr um ihn herum alles ändern wird, denn er interessiert sich nicht für Politik, sondern eher für Bier, Punkrock und natürlich für Weiber. Er dealt nebenberuflich mit Pornobildern, schreibt fleißig Eingabebriefe und ärgert die Stasi…
Mit Berliner Schnauze und Humor schreibt Mikis Wesensbitter, wie es im Jahr des Mauerfalls wirklich war, wo die besten Punkrockkonzerte stattfanden und was Freiheit und Freundschaft bedeutet. Besondere Höhepunkte der Geschichte sind die Besuche bei seiner Oma in Freiberg.
Das Buch erschien als limited Edition mit einer CD. Auf ihr sind die wichtigsten Episoden rund um die Erlebnisse mit der Staatssicherheit zusammengestellt und vom Autor eingesprochen worden. Dazwischen sorgen Lieder von Kaltfront und C.C.C.C. für das passende Lebensgefühl.

Vita: Mikis Wesensbitter wurde 1968 in Zossen geboren und lebt seitdem in Ostberlin. Mit 6 Jahren bekam er wegen seiner tiefen Stimme Gesangsverbot, mit 9 Jahren wegen moralisch anstößiger Texte Schreibverbot und mit 12 Jahren wegen seltsamer Fragen im Biologieunterricht Redeverbot. Ein Friseurverbot hat er sich mit 15 Jahren dann selbst auferlegt wegen der permanenten Messerformschnitt-Diktatur der sozialistischen Einheits-Frisiersalons.
Mit der Wende wurde es dann aber etwas besser. Schließlich durfte er nun singen, schreiben und sagen, was er wollte. Aber das durften ja jetzt alle.
Nach zehn Jahren in der Musikbranche wechselte er Anfang der 2000er zum Journalismus. Seit 15 Jahren schreibt er für das Legacy, das Multimania, das AGM- Magazin und andere Medien. Mit www.wesensbitter.de unterhält einen eigenen Blog. 2013 veröffentlichte er sein Debüt „Hört Franka eigentlich noch Black Metal?“

PRESSESTIMMEN
ZEIT ONLINE
Wesensbitters Roman ist keine Geschichte der Befreiung, sondern eine des Niedergangs. Anders als der leider arg schenkelklopfende Titel „Wir hatten ja nüscht im Osten… nich’ ma Spaß!“ vermuten lässt, ist Mikis Wesensbitters Rückblick eben keine ostalgietriefende Pathosrevue, in der die Menschen zwar keine Bananen, dafür aber echte Freunde hatten. Sondern erst einmal eine wahnsinnig unterhaltsame Beschreibung des letzten Jahres der DDR, mit klug gesetzten Pointen, tollen schlechten Witzen und der passgenauen Beschreibung jenes Wahnsinns, der überall dort entsteht, wo Ideologie die Wirklichkeit zu übertünchen versucht.
DRESDNER KULTURMAGAZIN
Das Buch ist rotzig und anarchisch, die billigen Sprüche gibt es pfundweise (wo sonst liest man das Wort »Sackratten«?) – und genau das ist der springende Punkt: Hier ist Punk, hier ist Rebellion gegen jegliche Vereinnahmung. Schon die Erzählweise und die Wortwahl sind Auflehnung gegen Konventionen.
TUCHFÜHLUNG CHEMNITZ
Wir hatten ja nischt im Osten … nich’ ma Spaß!“ ist eine lebensnahe Momentaufnahme aus einer gänzlich unangepassten und unverbrauchten Perspektive. Zwischen der Beschreibung des ganz normalen Wahnsinns in der DDR und einem abgefahrenen Lebensstil bekommt man einen ungefähren Eindruck davon, was es bedeutet hat sich in der DDR durchs Leben zu husteln. Ein lesenswertes Buch, das unerwartete Aspekte in ein graues Geschichtsbild bringt.
RADIO EINS, MARION BRASCH
Es fällt sehr schwer dieses Buch zu beschreiben. Es sieht sehr schön aus. Es ist kein schönes Buch, es ist ein gutes Buch…

MIKIS WESENSBITTER: „Wir hatten ja nüscht im Osten … nich’ ma Spaß!“ Die ganze Wahrheit über ’89. Mit Fotografien von Jana Farley, Buch & CD, 166 S./67 min., 19 x 13,5 cm, ISBN: 978-3-943412-22-2, Edition Subkultur, GLP/UVP: 14,50 € (D) Ab 11.09.2015

Details

Datum:
11. Mai 2016
Zeit:
20:30
Eintritt:
6€

Veranstaltungsort

Alte Mensa
Petersstraße 5
Freiberg, Sachsen 09599 Deutschland
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